Häusliche Gewalt

Häusliche Gewalt ist nie in Ordnung!

Viele Beziehungen, aber auch Ex-Partnerschaften, sind von einem gewaltvollen Umgang zwischen den Erwachsenen geprägt. Meist richtet sich die Gewalt im eigenen Zuhause gegen Frauen, aber auch Männer können Opfer von häuslicher Gewalt werden. Eine Schwangerschaft, die Geburt eines Kindes oder die Trennung vom Partner bzw. der Partnerin sind Situationen, die vermehrt von Gewalt betroffen sind. Der Ausstieg aus einer Gewaltbeziehung ist ein schwieriger Schritt. Scham und Angst vor dem Täter oder der Täterin müssen überwunden werden.

Häusliche Gewalt kann verschiedene Lebensbereiche betreffen, z.B.:

  • Körperliche Gewalt (z.B. Schlagen, Einsperren)
  • Psychische Gewalt (z.B. Beschimpfungen, Bedrohungen)
  • Sexualisierte Gewalt (z.B. Nötigung, Vergewaltigung)
  • Ökonomische Gewalt (z.B. fehlender Zugang zu Finanzen)
  • Soziale Gewalt (z.B. Verbot zu Kontakt mit Freund:innen oder Familie)
  • Stalking (z.B. wiederholte unerwünschte Kontaktaufnahme)


Häusliche Gewalt und Kinder

Kinder können direkt von häuslicher Gewalt betroffen sein. Doch auch wenn die Kinder nicht direkt der Gewalt, z. B. der Gewalt zwischen den Eltern oder zwischen Geschwistern, ausgesetzt sind, bekommen sie mit, was zu Hause passiert. Diese Kinder sind dann indirekt betroffen. Alle Kinder, die direkt oder indirekt von Gewalt zu Hause betroffen sind, benötigen professionelle Unterstützung.


Beratungsangebote für Betroffene von häuslicher Gewalt

Sind Sie betroffen von häuslicher Gewalt und möchten über das Thema mit jemandem sprechen? Möchten Sie eine gewaltvolle Beziehung beenden? Oder sind Sie sich nicht sicher, ob das Konfliktverhalten in ihrer Beziehung „normal“ ist? Dann wenden Sie sich an eine der Beratungsstellen für Opfer von häuslicher Gewalt. Es gibt persönliche Beratungen, aber auch Beratungsangebote per Telefon oder per E-Mail. Eine Übersicht über verschiedene Beratungsstelle und Hilfsangebote erhalten Sie hier (siehe unten).

Die Beratungsangebote sind kostenlos, vertraulich und anonym. Auch Verwandte, Nachbar:innen oder Freund:innen von Betroffenen können diese Beratungsstellen in Anspruch nehmen.

Bitte wenden sie sich im Notfall direkt an die Polizei (110).


Hier finden sich Beratungsstellen und Kontakte für eine Hilfe bei häuslicher Gewalt:

Für Kinder

Kind im Blick
Familienberatung im Rahmen eines nachhaltigen Opferschutzes für Kinder,
die häusliche Gewalt in der Familie miterleben mussten in Begleitung ihrer Mütter oder Väter
Telefon: (030) 611 03 00 / (030) 477 532 650 / 0151 14648755
Homepage

Für Frauen

BIG Hotline
Berlinweite Telefon-Hotline, mit der Möglichkeit ein aufsuchendes (mobiles) Beratungsangebot zu arrangieren
Telefon: (030) 611 03 00
Homepage

Frauenberatung Bora
Fachberatungs- und Interventionsstelle für Frauen und ihre Kinder, die von häuslicher Gewalt betroffen sind
Telefon: (030) 611 03 00
Homepage

Frauenberatung Tara
Fachberatung- und Interventionsstelle für Frauen und ihre Kinder, die von häuslicher Gewalt betroffen sind
Telefon: (030) 78 71 83 40
Homepage

Frauenraum
Fachberatungs- und Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt (Kontaktmöglichkeit in verschiedenen Sprachen)
Telefon: (030) 448 45 28
Homepage

Frauentreffpunkt
Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, werden frauenparteilich beraten
Telefon: (030) 62 222 60 oder (030) 62 12 005
Homepage

Interkulturelle Initiative e. V.
Beratungsstelle für Frauen, insbesondere Migrantinnen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind
Telefon: (030) 80 19 59 80
Homepage

Frieda – Beratungszentrum für Frauen*
u. a. Anti-(Cyber)-Stalking-Beratung nach Termin
Telefon: (030) 422 42 76
Homepage

Für Männer

Gewalt an Männer
Telefon: 0800 12 39 900

Väterzentrum e.V.

Beratung für Väter in Schwierigen Situationen
Telefon: (030) 28 38 98 61
Homepage

Volkssolidarität LV Berlin e.V.
Konflikte gewaltfrei lösen
Telefon: (030) 785 98 25
Homepage

Für Opfer von Straftaten

Opferhilfe Berlin e.V.
Telefon: (030) 395 28 67
Homepage